Ein Harry Potter – Roadtrip

…oder was noch so Unvorgesehenes in unserem Urlaub geschehen ist…

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Ich hatte schon seit Jahren den Wunsch eine Reise durch Großbritannien zu machen. Eigentlich nicht nur durch England und Schottland, sondern auch durch Irland, aber dafür braucht man mehr Zeit, als zwei Wochen hergeben.
Letztes Jahr haben Jonas und ich mit unserem Polo einen Roadtrip durch Italien gemacht. Inklusive übernachten im Auto – ja, das ging, dank dem Gestell, was Jonas mit seinem Bruder zusammen gebaut hatte. Wir waren von dieser Art zu Reisen so angetan, dass wir beschlossen dieses Jahr wieder ein Roadtrip zu machen. Und da nahm ich meine Chance wahr, endlich mal nach Großbritannien zu reisen und schlug dies entsprechend vor. Jonas stimmte zu und außerdem war der Zeitpunkt, diese Reise dieses Jahr umzusetzten, wohl oder übel der beste Zeitpunkt…..
Als wir einer Freundin aus Hamburg davon erzählten, war sie total begeistert von der Idee und so kam es dazu, dass wir den Roadtrip zu dritt “planten” und durchführten. Praktischerweise haben Jonas Brüder einen Boxer zum Camper ausgebaut, mit dem man problemlos zu dritt unterwegs sein konnte und den wir uns lieberweise auch ausleihen durften.

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Eins kann ich euch schon jetzt verraten, dieser Urlaub war (leider) kein Erholungsurlaub. Ehrer war es eine Geduldsprobe, ein Sozialtraining und eine “Alles-unter-einen-Hut-bring-Herausforderung”. Der erste Tag fing schon entmutigend an: Der Anlasser war kaputt. Stress pur! Wir mussten die Fähre umbuchen und kurzfristig eine Werkstatt finden, die Zeit hatte und das Ersatzteil in kurzer Zeit besorgen konnte. Achja und natürlich mussten wir den Boxer zur Werkstatt befördern. Hilfe kam von einem geduldigen “gelben Engel”, so dass der Boxer ersteinmal lief. Nachdem wir eine Werkstatt gefunden hatten, kam die nächste Hürde, denn was passiert, wenn man ein fremdes Fahrzeug fährt nicht all zu selten? Richtig, man bockt ab! Also – der “gelbe Engel” war schon wieder weg – mussten wir den Boxer wieder anbekommen, was wir mit viel Mühe, Schweiß und Nerven geschafft hatten. Ich sag‘ euch, das war ein mieser Start in den Urlaub, den wir dann, einen Tag später als geplant, wirklich antreten konnten.

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In England angekommen, stellten wir fest, dass der Linksverkehr gar nicht so schlimm war, wie anfgangs befürchtet.
Natürlich besuchten wir London. Ich mag Städte (wenn ich nicht auf Dauer in ihnen leben muss), unsere Hamburgerin sowieso, Jonas eher nicht. Und weil ich wusste, wie sehr Jonas Städte und “Tourischeiß” verabscheute, dachte ich mir, wir verknüpfen eine “Stadtführung” mit etwas, was er mag: Harry Potter. Wir schauten uns London an, während wir allerei Hintergrundinformationen zu den Büchern und Filmen erfuhren – das war ziemlich cool!

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Eine weitere Stadt, die wir uns angeschaut haben – und da war Jonas selber Schuld, er wollte uns die Stadt zeigen, weil er schon mal da war und sie schön fand… – war York. Und ja, die Stadt ist wirklich schön und süß. Generell finde ich in England und Schottland ziemlich vieles süß, schön und einfach “schnuckelig”.
In York gibt es eine Gasse, die wohl eine Inspiration für die “Winkelgasse” war und natürlich gab es dort gleich drei Harry Potter Fanshops! Regina und ich waren in allen drin, Jonas stand (trotz Regen) lieber draußen – zu viele Menschen. In drei Worten war unser Tag in York: Schön, nass und teuer. Teuer, weil wir nicht nur in Fanshops unser Geld gelassen haben. Wenn ein Geschäft auch lauter karierte Sachen haben muss.…ich liebe kariert…

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In Schottland begrüßten uns direkt eine Menge Schafe sowie Brücken und Mauern, die ohne jeden Zweck einfach in der Landschaft standen. Dort angekommen, wo Jonas schon die ganze Zeit sein wollte – in den Highlands – sind wir beide (endlich!) wandern gegangen. Große Naturliebe und so.

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In Glenfinnan stand die nächste “Harry Potter – Attraktion”: Glenfinnan-Viadukt , die Brücke über die im Film der Hogwarts-Express fährt. Wusstet ihr, dass da in Wirklichkeit auch eine Dampflokomotive mit ihren Waggons drüber fährt? Es war eigentlich nicht beabsichtig, aber irgendwie wurde dieser Urlaub zu einem „Harry Potter – Roadtrip“.
Am See waren Loch Ness natürlich auch,  Nessie interessierte das wohl nicht, es ließ sich nicht blicken…

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Dinge, die ich durch diese Reise lernen konnte/durfte:

  • Hard shoulder heißt Standstreifen und Marienkäfer heißt Ladybird
  •  Paar + Freundin ist weniger das Problem – unterschiedlicher Tagesrythmus und Vorstellungen von einen Roadtrip schon eher
  • Stadt- und Landkinder bewerten verschieden Gegebenheiten ungleich angsteinflößend, spaßig usw.
  •  England und Schottland sind wirklich schön und ihre Einwohner nicht so unsympatisch, wie es die Politik vermuten lässt.  Wir haben Engländer getroffen, die sich für die Politik ihres Landes schämen und in Schottland war die EU-Flagge in einem Garten gehisst. Wird leider nichts bringen, aber mir hat es meinen Blickwinkel über die Menschen dort erweitert. In den Monaten davor konnte ich nur den Kopf schütteln über die “Inselaffen”, aber es sind nun mal nicht alle so – was logisch ist, aber so was vergisst man manchmal schnell. (In Sachsen und Brandenburg sind ja auch nicht alle Nazi nur, weil die AfD zweitstärkste Kraft ist -.-)

 

So genug getextet für heute.
Bis bald und alles Liebe ♥ Julia

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