Bewusst Konsumieren – Part 2 – Probleme

Bewusster Konsumieren Part II

Letztes Mal habe ich über das >>Warum?<< geschrieben. Und das ist wichtig – auch für mich – sich immer wieder daran erinnern zu können weshalb man das eigentlich macht.

Es ist gut, wenn man für sich selbst beschlossen hat etwas zu ändern, weil es notwendig ist. Aber, je mehr man sich mit dieser Notwendigkeit beschäftigt, desto frustrierender wird es für einen selbst, zu sehen, dass andere es nicht für notwendig halten etwas zu verändern. Das ist teilweise so schwer zu ertragen, dass es mich lähmt. Da frage ich mich dann, >>warum mache ich das eigentlich? Es hat doch eh keinen Sinn! Was kann ich alleine ausrichten? Wie soll sich denn was verändern, wenn es so vielen Menschen anscheinend egal ist?<<

Die andere Richtung kann allerdings genauso lähmen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass eine Wettbewerb entstanden ist. Wer schafft es am nachhaltigsten und bewusster zu leben? Wer macht es „richtiger“? Stopp! Jeder, der sich mit seinem Konsum auseinander setzt und etwas ändern möchte, geht in die richtige Richtung! Nur um das schon mal klar zu stellen.

Im Alltag gibt es allerdings noch das ein oder andere Problem, auf das man stößt, wenn man seinen Konsum verändern will.

  • man ist weniger flexibel – wenn man auf Verpackungen verzichten möchte und deshalb Dosen, etc. mit zu einkaufen mitnehmen möchte. Das muss man von Anfang an mit einplanen und kann nicht gerade mal spontan in den Laden hüpfen.
  • es kann teurer sein – Bioprodukte und fair produziertes kosten schon mal mehr.
  • Umstellungen sind meist anstrengend und unbequem
  • Nicht jede Alternative ist auch eine gute und brauchbare Alternative – z.B. Zahnputztabletten…ich denke meinem eh schon nicht so guten Zahnschmelz würden die nicht so gut tun….
  • es ist Zeitaufwendig – informieren und selber machen kostet seine Zeit
  • nicht überall wo „grün“ drauf steht, ist auch „grün“ – manche Firmen wollen einfach besser da stehen, aber sind es im Endeffekt doch nicht und es ist nicht immer auf Anhieb zu erkennen

Wahrscheinlich gibt es noch mehr, die mir gerade nicht einfallen. Ihr könnt in den Kommentaren gerne ergänzen, was euch Probleme bereitet euren Konsum bewusster zu gestalten und wo ihr an eure Grenzen stößt. Ich bin gespannt und vielleicht kann euch dann im nächsten Teil sogar Tipps geben, die euch persönlich weiterhelfen (oder vielleicht ist auch jemand anderes schneller als ich 😀 )

Alles Liebe ♥ Julia

2 Comments on “Bewusst Konsumieren – Part 2 – Probleme

  1. Manchmal macht auch die Gesundheit einen Strich durch die Rechnung: Pfandflaschen sind um einiges schwerer, da kann man schon an seine Grenzen stoßen, wenn man den Einkauf nach Hause trägt.
    Ich bin außerdem tatsächlich gerade dabei, meine (runden) Gläser für die Vorratsschränke durch (eckige) Kunststoffdosen zu ersetzen. Nicht nur, weil es für mich mit Arthrose-Händen einfacher zu handhaben ist, sondern auch, weil die jahrelang zusammengesammelten Honiggläser und Co. einfach zu viel Platz beanspruchen. Alles, was da nicht reinpasst, liegt mehr oder weniger zusammengestüsselt in den Schubladen. Was zur Folge hat, dass ich einige Sachen mehrfach kaufe, weil ich sie einfach nicht finde. Und dann werden Vorräte ungenießbar, weil sich doch mal wieder eine Motte eingenistet hat oder weil sie nicht fest verschlossen waren.
    Das ist dann auch nicht nachhaltig und nervt. Mit den rechteckigen Klickboxen mache ich gute Erfahrungen, weil es übersichtlich bleibt. Übersichtlich ist auch eine Form von „hübsch anzusehen“ 😉
    (PS: Die frei gewordenen Honiggläser werden ab jetzt für die Joghurtproduktion genutzt…)
    LG Annuschka

    Gefällt 1 Person

    • Aber dann ist ja gut, dass die alten Gläser direkt einem neuen Zweck dienen. Witzig ist, dass ich zurzeit z.B. Joghurtgläser sammel um sich als Vorratsglas zu nutzen. Ich musste letztens leider auch zu viel weg schmeißen, weil mir der Überblick fehlte. 😦
      Oh mir fällt gerade noch ein Punkt ein. Nämlich, dass man manchmal gar nicht weiß was jetzt besser ist. Die Milch in der Glasflasche von weiter weg und nicht Bio oder die Biomilch im Tetrapack aus der Region. Irgendwo muss da wohl Kompromisse machen, aber wenn JEDER sein Bestes tut, können wir schon viel verändern und bewegen. 🙂

      Gefällt 1 Person

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