Mein Glauben und Bekenntnis

Ich glaube an den Vater, Sohn und heiligen Geist.
Amen.
Und theoretisch gesehen,
könnte ich hier schon einen Punkt setzten.
Aber auch wenn in der Kürze die Würze liegt,
so möchte ich mich ausschweifend in Wörtern verlieren,
um am Ende festzustellen, das Wörter allein doch
irgendwie zu wenig sind,
um auszudrücken was ich glaube.

Ich glaube, dass ich vor Gott nicht weg laufen brauch
und dass ich das auch gar nicht kann.
Ich glaube, dass ich mich nicht hinter scheinheiligen Phrasen
verstecken muss und dass das auch gar nicht geht.
Ich bin ich, so wie ich hier stehe.
Und das weiß auch Gott.
Ich glaube, dass er mich liebt.
Bedingungslos, wie ein Vater sein Kind liebt.
Ich mache Fehler und bin nicht perfekt.
Ich bin manchmal gemein, falsch und ungerecht.
Ich denke manchmal nicht nach bevor ich rede und handel
und verletzte dadurch meine Mitmenschen.
Und auch wenn ich Fehler habe und nicht perfekt bin,
ist da Gott, der mich liebt.
Der mich kennt.
Mich kennt, wie kein anderer.
Und manchmal, da mache ich Umwege und laufe Schleifen,
aber ich bin nie alleine.
Denn auch, wenn er den Kopf schüttelt und denkt,
nicht doch mein Kind,
dann ist er bei mir, das glaube ich,
und dreht mit mir meine Runden.
Oh, und was wir auf keinen Fall gemeinsam haben
ist geduldig sein.
Ich glaube, Gott ist sehr geduldig
oder vielleicht auch „nur“ allwissend.
Denn, wenn ich allwissend wäre,
wäre ich vielleicht auch geduldiger,
weil ich weiß, dass es noch kommt…
aber was wäre das für eine Geduld?
Und auch wenn ich theoretisch ja weiß,
dass alles seine Zeit hat,
fehlt es mir dann doch an Vertrauen.
Gottvertrauen.
Denn auch, wenn ich hier stehe
und ich sage, ich glaube,
so stehe ich hier auch und sage,
ich zweifel.
Ich zweifel und das manchmal ganz schön viel.
Doch wer glaubt, der zweifelt auch
und wer zweifelt, glaubt auch.
So denke ich, weil es mir sonst
die Zuversicht raubt, dass ich
hoffnungslosen Abgründen,
hoffnungsvoll begegnen kann.

So glaube ich.
Und meinen Glauben, den kann mir niemand nehmen.
Ob das theologisch alles so richtig ist?
Nun ja, wer kann schon wirklich, felsenfest, definitiv,
von sich behaupten, dass er die absolute reine, unverfälschte
Wahrheit kennt?
Ich kann Gott nicht begreifen,
aber alles wissen muss ich auch nicht,
da man es ja nicht ohne Grund
Glauben nennt.
Am Ende werde ich es erfahren.
Am Ende, welches der Anfang ist.
Alpha und Omega.
Der Anfang bis in Ewigkeit.
Und bis dahin
glaube ich,
hoffe ich,
liebe ich,
und bekenne mich zum Vater, Sohn und heiligen Geist.
Amen.

 

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